08.10.2020
Corona macht alles anders: Martin tourt in diesem Jahr durch Erfurt

Sicherheit muss an erster Stelle stehen. Die ökumenische Martini-Feier am Abend des 10. November wird deshalb in einem ganz neuen Format gefeiert - mit kurzer Andacht auf dem Domplatz, ohne Gesang.

Erstmals wird es am 10. November um 18 Uhr keine halbstündige ökumenische Andacht auf dem Erfurter Domplatz geben, sondern lediglich einen Segen, der vom Läuten der Gloriosa angekündigt wird. In Anlehnung an Martin von Tour, der genau wie Martin Luther am 11. November Geburtstag hätte, „tourt Martin“ zuvor, ab 16.30 Uhr, ca. anderthalb Stunden lang durch die Erfurter Innenstadt. An insgesamt acht  verschiedenen Orten wird es kurze Spielszenen und Mitmachangebote geben, die von jedermann besucht werden können und die sich in einem festen Rhythmus wiederholen (Tourplan unten). Auf dem Domplatz sorgen Helfer für die Beachtung des Abstandsgebotes. Markierungen auf dem Pflaster geben Orientierung. Es wird nicht gesungen. 

"Für das Vorbereitungsteam war klar, dass Sicherheit an erster Stelle stehen muss. Eine Versammlung von tausenden Menschen auf engstem Raum ist derzeit ohnehin nicht möglich. Wir mussten deshalb nach Alternativen suchen", sagte der Senior des Kirchenkreises Erfurt, Dr. Matthias Rein. Das jetzt gefundene Format sei neu, aber dennoch reizvoll. Ab Mitte Oktober werden 2500 "Martini-2020-Materialtüten" mit Programm, Laterne zum Basteln und Ansteckbutton in den Kirchengemeinden, Kitas und weiteren Orten in der Stadt verteilt. Gepackt werden diese sogenannten "Martini-Kits" in den Werkstätten des Christophoruswerkes Erfurt. 

Auch die Christvespern zu Weihnachten werden nicht in der gewohnten Weise stattfinden können. Derzeit liefen die Planungen im Kirchenkreis, um auch hier Lösungen zu finden, sagte Senior Dr. Matthias Rein.

Organisatorisches zu Martini am 10. November 2020

„Martin tourt durch Erfurt“
Hauptzielgruppe: Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Auch alle anderen sind herzlich willkommen! Die Programme sind voneinander unabhängig, möglich ist auch der Besuch von ein oder zwei Stationen, eine Reihenfolge oder feste Laufwege müssen nicht beachtet werden.

18 Uhr: 5-minütige Andacht auf dem Domplatz, mit Läuten der „Gloriosa“ im Dom, Abendgebet, Vaterunser und Segen.

Stationen
1 Kirche Martini im Brühl 

2 Predigerkirche bzw. Hof

3 Kirche St. Wigbert bzw. Hof
4 Bartholomäus-Turm (westl. Anger, gegenüber der Sparkasse)
5 Lutherdenkmal
6 Schlösserbrücke
7 Augustinerkirche bzw. Hof vor der Kirche
8 Michaeliskirche bzw. Hof  

An den Orten gibt es u.a. Spielszenen (live), Videos und Mitmachstationen. Die Besucher sollen ca. 5-7 Minuten an dem jeweiligen Ort verweilen und dann zur nächsten Station weiterziehen.

Hygiene-Maßnahmen
Helfer sorgen an den Stationen dafür, dass die Abstände zwischen fremden Personen von 1,5m eingehalten werden, und dass sich keine Staus bilden. An den Zugängen zu Kirchräumen befinden sich Stationen mit Desinfektionsmittel. Es werden die Personalien derjenigen, die die Kirche betreten, aufgenommen. Es wird nicht gesungen. 
Auf dem Domplatz sorgen Helfer für die Beachtung des Abstandsgebotes. Markierungen auf dem Pflaster geben Orientierung. Es wird nicht gesungen.