03.03.2020
Kirchenkreis feiert Weltgebetstag

Simbabwe, ein Land im südlichen Afrika, in dem Elend und Schrecken der Mugabe-Diktatur nachwirken, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgebetstages. 

Simbabwe ist ein Land mit großen Problemen. Die Wirtschaft liegt am Boden, es gibt viel Gewalt, die sich insbesondere gegen Frauen und Mädchen richtet. Und dennoch: „Die Frauen aus Simbabwe machen uns Mut, dass Gott Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung eröffnet“, sagt Simone Kluge, Referentin für die Weltgebetstagsarbeit der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM).
Mit den weltweiten Gebeten an diesem Tag und der Kollekte in den Kirchengemeinden soll die Projektarbeit für Simbabwe unterstützt werden. Zudem werden Unterschriften für eine Petition gesammelt, in deren Mittelpunkt eine Schuldenumwandlungskampagne des Deutschen Weltgebetstagskomitees steht. Deutschland hält Forderungen an Simbabwe in Höhe von 730 Millionen Euro. Der Weltgebetstag setzt sich mit seiner Petition dafür ein, dass Deutschland auf einen Teil der Schuldenrückzahlung verzichtet. Stattdessen soll die Regierung von Simbabwe dieses Geld in einen unabhängigen Fonds für die Förderung von Frauen- und Gesundheitsprogrammen einzahlen. Für die Petition werden bis zum 30. April mindestens 50.000 Unterschriften benötigt (https://weltgebetstag.de/aktionen/gesundheit-statt-schulden/.

In Erfurt finden an diesem Freitag, dem 6. März, drei ökumenische Gottesdienste statt:
- um 15 Uhr im Kapitelsaal des Augustinerklosters (Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt)
- um 19 Uhr im Gemeindezentrum „Philipp Melanchthon" (Ludolfweg 10, 99095 Erfurt) und
- um 19 Uhr im Gemeindehaus in Erfurt-Marbach (Petristraße 1, 99092 Erfurt). Dort gibt es im Gottesdienst neben Informationen über Simbabwe auch landestypische Speisen.
Die Liturgie in den Gottesdiensten unter dem Titel „Steh auf und geh!" haben Frauen aus Simbabwe verfasst.